Die Krux mit dem Gemüse. So bringst du dein Kind dazu, mehr Gemüse zu essen.

Du gibst dir alle erdenkliche Mühe, bereitest ausgewogene und leckere Mahlzeiten für die Familie zu aber deine Kids interessiert das nicht die Bohne?

Die Redewendung, dass deine Kids sich für dein Gemüse "nicht die Bohne interessieren" trifft den Nagel auf den Punkt? Bohne bäh? Brokkoli bäh? Rüebli bäh? Dein Kind könnte sich tagein, tagaus von Nudeln, Fischstäbchen und o.k. nun im Sommer auch noch von Erdbeeren ernähren? Kinder essen total unterschiedlich. Manche Kleinen verputzen munter ein Vielzahl von Speisen, testen sich neugierig durch die Vielfalt und sind einfach "unkomplizierte Esser". Andere picken mal hier, picken mal dort und man fragt sich, wie sie von den Mini-Portionen überhaupt satt werden und sich entwickeln können. Nehmen wir an, dass die Gewichtsentwicklung und auch sonst laut Kinderarzt bei deinem Kind alles in Ordnung ist. Dann darfst du dir immer wieder wie ein Mantra sagen "Kein Kind verhungert an einem gedeckten Tisch". Kinder nehmen sich, was sie brauchen ist nicht nur eine Floskel, sondern es stimmt auch. Somit kommen wir direkt zum ersten Punkt meiner Übersicht, was du tun kannst, wenn dein Kind um Gemüse am liebsten einen grossen Bogen macht:

1.) Relax!

Unsere Aufgabe als Eltern besteht darin, das Angebot der Speisen auf dem Tisch zu bestimmen. Die Kinder wählen allerdings, was sie davon essen und wie viel. Sicher solltest du dabei auch den normalen Menschenverstand einschalten. Wenn dein Kind also nur Butter oder nur Wurst essen möchte, dann darfst du gerne einschreiten. Ein Kind darf sehr wohl verstehen, dass auch Brot dazu gehört und man, wenn von einer ganzen Scheibe der Belag abgeleckt ist, es nicht eine neue Scheibe gibt... Biete immer wieder Rohkost wie Tomaten und Gurken an, variiere das gekochte Gemüse und warte ab, ob dein Kind es nicht doch irgendwann mag. Mache vor ihm kein grosses Aufheben darum, wenn nur um das Gemüse herumgepickt wird. Sonst findet dein Kind es womöglich noch interessant und aus der Verweigerung von Gemüse wird ein (Macht-)Spiel.

 

2.) Vorbildfunktion

Für kleine Kinder sind Mama und Papa die Helden schlechthin. Mach dir das zu Nutze und sei Vorbild. Esse Salat und Gemüse mit Genuss. Achtung, spiele den Genuss nicht! Das merken die Kinder schnell. Nein, lebe die Freude am Essen mit aller Vielfalt. Geniesse den Riegel Schokolade und geniesse ebenso die gesunde und ausgewogene Mittagsmahlzeit. Unterhalte dich ruhig auch mit deinem Partner darüber wie lecker die Tomaten aus Omis Garten sind und die Gurken vom Bauern nebenan. Auch andere Kinder können schnell zum Vorbild werden. Wenn die Sandkastenfreundin grosser Fan von Rüebli ist, mag Klein-Ida die plötzlich auch.

 

3.) Mitmachen

Die Kleinen können noch nicht wirklich sprechen oder können mit Ach und Krach das Wort "selber" artikulieren um zu zeigen, dass sie doch jetzt schon gross sind und am liebsten alles selber machen! Perfekt. Lasse sie auf dem Wochenmarkt oder auch im Supermarkt ihr Wunschobst und -gemüse selber wählen. Biete es dann zeitnah zu Hause an, so dass der Eindruck vom Einkauf noch aktuell ist. Und integriere sie in der Küchenarbeit. Jedes Kind liebt es, "zu helfen". Freu dich daran und schiebe den Gedanken beiseite, dass durch das begeisterte, kindliche Helfen, für dich alles nur noch länger dauert. Wer bei der Speisenauswahl und -zubereitung beteiligt ist, isst diese dann nachher viel lieber!

 

4.) Bastl-Wastl

Das Auge isst mit, das dürfte fast jedem klar sein. Gerade bei Kindern ist das Spielerische beim Essen wichtig. Natürlich muss nicht immer das Brot zum Gesicht angerichtet werden, aber was spricht dagegen, das ab und an zu machen? Auch hier kann das Kind mithelfen, die Peperoni (Deutschland: Paprika) als Mund und die Tomaten als Auge auf das mit Käse belegte Brot zu legen. Auch eine Gurkenraupe oder Tomaten-Marienkäfer kommen sicher gut an. Kennst du weitere lustige Möglichkeiten, um Gemüse anzurichten? Hinterlasse deinen Tipp doch im Kommentarfeld am Ende des Artikels, damit wir alle etwas davon haben.

 

5.) Geschichtenerzähler

Kennst du die aktuellen Lieblingsfiguren deines Kindes? Überlege dir wilde Abenteuer, die die Figuren durchleben um mit den "Zauberfäden", "Sternenfrikadellen" und "Einhornnudeln" den Prinzen zu umgarnen... Zauberfäden können hierbei mit einem Julienne-Schneider und Gurken hergestellt werden. Als Sternenfrikadelle entpuppt sich ein Vegi-Burger und Einhornnudeln sind gehobelte Kohlrabi. Hierbei ist deine Kreativität ein wenig gefragt!

 

Und wenn gar nichts klappt, dann mogle bei den Speisen, die dein Kind gerne mag, ein wenig Gemüse drunter. Rasple etwas Rüebli in den Nudelauflauf und verstecke püriertes Gemüse in der Sosse. Weitere Tipps für dich und deine Familie kannst du in einer persönlichen Beratung bekommen. Sprich mich an.

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