Abnahme von 50kg: „Es muss klick machen.“ - Interview mit Sine

Sehr persönliche Einblicke mit dem Fazit, dass sich das Wichtigste im Kopf abspielt und ohne Selbstliebe gar nichts geht

Auf Sine bin ich durch ihr eindrückliches Instagram-Profil aufmerksam geworden. Sucht man nach Hashtags wie #abnehmen, findet man viele von ihren Bildern. Sine hat mit ihrem Profil „Sine.liebt“ mehr als 11.000 Abonnenten. Ich bewundere sie nicht nur für ihre Abnehmleistung, sondern auch für die wahnsinnige Lebenskraft und Freude, die jedes einzelne ihrer Instagram-Fotos ausstrahlt. Ihre Bilder und ihre Aussagen sind Motivation pur. Offen und ehrlich berichtet sie von ihren Erfahrungen und wie sie es mit dem Abnehmen geschafft hat. Ich bin unheimlich dankbar, dass ich Sine tatsächlich interviewen durfte. Ich fühle mich sehr geehrt! Vielen, lieben Dank, Sine. So, jetzt lest aber selbst:

 

Hi Sine. Bist du so gut und gibst meinen Lesern ein paar Stichpunkte zu dir? Also wie alt du bist, wo du wohnst, was du so machst?

"Mein Name ist Sabine und ich bin kürzlich 28 Jahre alt geworden. Ich wohne in Riede. Das ist ein kleines Dorf in Norddeutschland, südlich von Bremen. Ich arbeite in einer Werkstatt für geistig behinderte Menschen als Gruppenleitung. Ich mag meinen Job sehr."

 

Kommen wir dazu, warum ich dich gebeten habe, dich zu interviewen. Du hast nämlich allerhand abgenommen. Wie viel und in welchem Zeitraum denn?

"Ich habe Ende Juli 2014 angefangen abzunehmen und seitdem sind es insgesamt 52 Kilogramm."

 

Gratulation! Und, bist du nun mit dem Ergebnis total zufrieden? Oder sollen noch mehr Kilos purzeln?

"Mein Wunschgewicht liegt bei 75 Kilogramm. das wäre mein Traum, dann hätte ich genau 60 Kilo abgenommen. Laut meinem Arzt dürften auch nicht mehr Kilos fallen. Das würde meine Haut sonst nicht mehr mitmachen. Aber ich denke mehr muss auch nicht runter."

 

Was war denn der ausschlaggebende Punkt, dass du dir gesagt hast „So, es reicht, Sine, jetzt muss ich was ändern!“ ?

"Ich bin schon seit ich denken kann übergewichtig gewesen und es wurde immer mehr. Mein Startgewicht kann ich gar nicht mehr genau sagen da ich mich nicht mehr gewogen hab. Ich denke ich war kurz vor der 140 kg Marke. Ich war bei Ernährungsberatungen und bei der Krankenkasse um abzunehmen, aber es hatte nicht klick gemacht. Und zum Schluss hatte ich immer den Gedanken wenn ich so weiter mache werd‘ ich bestimmt bald Diabetes haben. Als ich dann eigentlich wegen Hautproblem beim Heilpraktiker war und er mir zur Blutgruppen Ernährung riet, bin ich sofort nach Hause, hab es gegoogelt und wusste das ist es."

 

Verrätst du uns, was du an deiner Ernährung verändert hast?

"Ich ernähre mich nach der Blutgruppen Diät. Da gibt es zu jeder Blutgruppe Tabellen in der die Lebensmittel eingeteilt sind in positiv- neutral- negativ. Die negativen Sachen lass ich weg und mehr Zauber gibt es da nicht."

 

Und was waren oder sind noch immer die Momente, in denen dir die dauerhafte Ernährungsumstellung am schwersten fällt?

"Ich bin ein absoluter Genussmensch, durch und durch. Ich hab es ein Jahr durchgehalten gar nichts an Süßem zu essen und mittlerweile gönne ich mir schon mal etwas. Am liebsten mag ich Schokolade und Marzipan. Aber das Leben soll ja auch Spaß machen und ab und zu darf das sein."

 

Spielt Sport eine Rolle bei dir? Und falls ja, wie hast du mit dem Sport angefangen?

"Sport hat schon immer eine hohe Priorität in meinem Leben. Ich war schon als Baby beim Turnen, hab dann getanzt, Handball gespielt, war beim Zumba usw. Als ich sehr stark übergewichtig war wurde es leider weniger, da bin ich nur noch etwas Rad gefahren. Als ich dann angefangen habe abzunehmen, habe ích als die ersten 20 Kilos weg waren, mit Joggen angefangen. Das wollte ich schon immer. Dann mache ich Fitness DVDs zu Hause, das 8 Minuten Bauchmuskeltraining auf YouTube und ich versuche viel zu laufen, nie den Fahrstuhl zu benutzten und so weiter. Man kann vieles in den Alltag einbauen."

 

Gab es denn irgendwann eine Phase, in der du am liebsten alles hingeschmissen hättest? Und falls ja, was hat dich dann dazu gebracht, dass du es doch durchgezogen hast?

"Eine richtige Phase des Hinschmeissens hatte ich nie. ich hatte nur Angst dass ich es nicht schaffe oder das ich einbreche und ich wieder so werde wie früher. Die Angst sitzt einem auch dauerhaft im Nacken, was Fluch und Segen gleichzeitig ist, da es ja auch anspornt weiter zu machen."

 

Eine deiner wiederkehrenden Botschaften in deinem Instagram Profil ist „Love yourself“. Warum ist dir das so eine Herzensangelegenheit?

"Ich finde die Selbstliebe ist das Wichtigste was man nie aus den Augen verlieren sollte, denn der einzige Mensch der mit Garantie immer bei uns ist sind wir selbst und wenn wir mit uns im Dauerstreit leben, dann kann es kein schönes Leben sein. Sich immer mit anderen zu vergleichen und sich selbst klein machen macht unglücklich. Zudem wirkt man auch erst auf andere schön, wenn man mit sich selbst im Reinen ist. Ich hab das selbst alles durch, hab mich immer klein gemacht und mich nicht schön gefühlt, die negativen Gefühle hab ich dann mit Süßigkeiten aufgefüllt. Ein absoluter Teufelskreis. Zudem kommen dann andere Menschen, die die Verletzlichkeit und Unsicherheiten ausnutzen und einen sehr verletzen. Ich hab da genug Erfahrungen gemacht, die mir gezeigt haben, dass ich mir selbst am Wichtigsten sein muss. Auch wenn ich bestimmt nicht die Selbstbewussteste Person bin, die durch die Welt läuft, aber meine innere Haltung ist sehr viel besser geworden."

 

Findest du es manchmal auch irgendwie befremdlich, wenn dir Leute zum Abnehmen gratulieren? Schliesslich bist du doch noch immer die alte Sine. Die liebenswerte Frau, die du schon immer warst.

"Ich freu mich immer darüber, wenn Leute mir zu meiner Abnahme gratulieren oder wenn mich manche Bekannte gar nicht wieder erkennen. Ich sehe das als grosses Kompliment meiner Leistung. Auch wenn ich bestimmt das ein oder andere Mal gar nicht wusste was die Leute von mir wollten, bei manchen Äusserungen."

 

Solch eine Ernährungsumstellung bedeutet auch, sich viel mit sich selbst beschäftigen, nicht wahr? Viel in sich hineinhorchen, sein Gefühle verstehen und Bewältigungsstrategien entwickeln, oder?

"Oh ja das Äußere ist ein Teil, der grössere Teil findet im Kopf statt. Ich sehe mich bis heute noch viel fülliger als ich es bin und erschrecke manchmal wenn ich zufällig in einen Spiegel schaue und denke krass das bin ich. Ich schau bei Möbeln und Co immer noch auf die Gewichtsbeschränkung weil ich Angst hab‘ was kaputt zu machen. Ich hab schon viele Stunden mit mir verbracht und harte Diskussionen mit mir ausgefochten. Ich kann auch nicht sagen wie viele Tränen geflossen sind, aber grundsätzlich hat mich das immer ein Stück stärker gemacht und mich mehr zu mir selbst gebracht. Ich hatte und habe auch das Glück, tolle Menschen um mich herum zu haben, die immer zu mir gehalten haben und immer ein offenes Ohr für mich haben."

 

Wenn es ums Abnehmen geht, habe ich zweierlei Personengruppen als Klienten. Die einen haben stärkeres Übergewicht und wissen auch, dass sie aus gesundheitlichen Gründen abnehmen sollten. Die anderen haben im Grunde Normalgewicht und möchten einfach aus optischen Gesichtspunkten ein paar Kilo weniger haben. Du kennst nun im Prinzip beide Situationen. Was siehst du für beide Ausgangslagen als die grösste Herausforderung an?

"Die grösste Herausforderung bei stark Übergewichtigen ist, dass es Klick macht. Den Anfang zu finden, um seine Essgewohnheiten zu ändern, ist das Schwierigste. Ich kenne das ja selbst, es gibt so viele Ausreden warum man es eh nicht schafft abzunehmen. Wenn man den Anfang geschafft hat, ist es fast ein Selbstläufer. Man merkt wie es einem immer besser geht und bekommt Komplimente, was enorm anspornt weiter zu machen.
Bei Normalgewichtigen ist es das Schwierige, daran zu bleiben und Geduld zu haben. Da erfordert es wirklich mehr Kraft um abzunehmen und vor allem Zeit. Ich bin auch so ein schrecklich ungeduldiger Mensch. Aber durch den vielen Sport bemerkt man wenigstens positive Veränderungen an sich auch wenn die Kilos langsam purzeln."

 

Ich danke dir wirklich sehr für deine ausführlichen und inspirierenden Antworten! Ich weiss nicht, ob du den Begriff „Vorbild“ magst, aber ich denke, du kannst wirklich ein tolles Vorbild sein! Gibt es noch einen letzten Punkt, den du uns mit auf den Weg geben möchtest?

"Ich finde das Wort Vorbild klingt so gross, aber ich freue mich immer sehr, wenn mir Leute schreiben dass ich sie animieren und motivieren konnte, etwas an ihrem Leben zu ändern.
Der letzte Punkt ist einfach, jeder ist genauso richtig wie er ist. Und wenn man doch unzufrieden ist, dann Aufstehen und etwas dafür tun damit es einem besser geht und nicht nur darüber sprechen. Machen statt reden. Und bei jedem Blick in den Spiegel sollte man sich selbst sagen wie schön man ist. Das ändert seine innere Einstellung immens. Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

 

Das hast du toll gesagt. Die Figur ist das Eine. Die Gesundheit ist ein noch wichtigeres Gut. Aber das Wichtigste ist wirklich die Selbstliebe. Selbstzweifel haben wohl die meisten von uns ab und zu. Das gehört dazu. Aber behalte weiterhin deine Lebensfreude und dein Ziel fest vor Augen!

 

Ich hoffe, dieses Interview hat euch genauso gut gefallen wie mir. Sine freut sich sicher auf eure Kommentare unten im Kommentarfeld. Teilt diesen Artikel doch bitte auch fleissig, um Sines Botschaft und ihren Instagram-Account sine.liebt noch bekannter zu machen.

 

Ihr seid nun auch richtig motiviert, bei euch hat es klick gemacht und Ihr wollt euer Wunschgewicht erreichen? Meine Frühlingsaktion mit dem Startpaket Ernährungsberatung läuft noch bis zum 31. Mai 2016. Kontaktiere mich, um mehr zu erfahren:  anna@stil-und-ernaehrungsberatung.ch oder Mobil: +41 79 448 82 38 (gern auch What's App).

 

Ich freue mich auf dich!

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